Konzertreisen

Watt, Wind und wir!

Ein Jahr nach unserem Besuch in Bordelum folgte 2001 die zweite Konzertreise an die Nordsee.

 

Im nordfriesischen Wattenmeer liegt vor der Westküste Schleswig-Holsteins die stille Schwester der großen lebhaften Inseln Sylt, Föhr und Amrum: Pellworm – die grüne Insel. Mit der Fähre setzten wir nach zwölfstündiger Busfahrt von Nordstrand nach Pellworm über, wo wir sehr herzlich von Bürgermeister Jürgen Feddersen empfangen wurden, der uns zu unserer Unterkunft führte, dem „Kinderhof“ der Familie Lucht.

 

Viele von uns konnten schon am ersten Tag dem Ruf des Meeres nicht widerstehen und folgten diesem zum Strand. In einem traditionellen Wirtshaus hatten wir abends den ersten Kontakt mit der ausgezeichneten friesischen Küche. Am nächsten Tag machten wir uns nach einem fürstlichen Frühstück auf zur Hallig Hooge. Beim Anblick unseres Wassertaxis glaubten wir jedoch nicht, dass wir so weit kommen würden, geschweige denn, dass wir alle darin Platz fänden. Auf unseren Instrumenten sitzend gelangten wir jedoch trocken auf die Hallig. Am Anlegepunkt erwartete uns bereits eine Pferdekutsche, die uns zur Hanswarft kutschierte. Nach einem kühlen „Flens“ bekamen wir im Sturmflutkino die Gewalt des Meeres vor Augen geführt. Für die Menschen hier bedeutet es, mit dem Meer zu leben und sich mit seinen Launen zu arrangieren. 

 

Bei brütender Hitze gaben wir anschließend im Café Seehund eine erste Kostprobe unserer Musik. Dort trafen wir unter den Zuhörern unsere Freunde aus Bordelum – die Freude war natürlich riesengroß! Als Höhepunkt der Reise stand am Abend ein Kurkonzert in der Freizeithalle Pellworm auf dem Programm. Gut gelaunt gaben wir unser breites Repertoire zum Besten. Die Hitze machte uns jedoch so zu schaffen, dass wir kurzerhand mit einer Runde kühlen Bieres die bayrische Gemütlichkeit einführten. Zweimal durften wir uns am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein beim Hafenfest mit unserem bunten Programm von Larridah bis Tiger-Rag präsentieren. Auch dort waren wieder unsere Freunde aus Bordelum bei uns, die wir nach dem Fest an der Fähre nur ungern verabschiedeten.

 

Montag war Ruhetag, ein Tag ganz für uns allein. Ein Wohlfühlprogramm für müde Füße war die Wattwanderung am Vormittag. Einige machten sich danach mit dem Rad auf den Weg, andere rollten lieber auf kleineren Rädern dem Wind davon und die Fleißigen sorgten für den Einkauf für unseren Abschlussabend. Eine große Grillparty mit all unseren Gastgebern rundete die wunderschönen vier Tage auf Pellworm ab. Auf der langen Rückreise schwelgten viele noch in Gedanken an die grüne Insel, mit Watt, Wind und wahrhaft netten Menschen.

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